Photovoltaikmodule

PV-Module

Das Thema der PV-Module ist das wichtigste am schwierigsten zu beschreibende, da viele Anbieter relativ neu auf dem Markt sind und sich die Produkte äußerlich nahezu nicht unterscheiden.

 

Aktuell gibt es noch kein Testfeld, welches alle wichtigen Marken abdeckt. Auch die Erkundigungen im Freundes- und Bekanntenkreis sind sehr fragwürdig. Wenn ein Modul in einer Region eingeführt ist, dort von mehreren Installateuren verbaut wird und zufriedenstellende Erträge bringt ist das Modul "super". Wird das gleiche Modul in einer Region angeboten, wo dieses noch unbekannt ist, ist es "China-Schrott". Getreu dem Motto "Was der Bauer nicht kennt,....".

 

Eine aktuelle Informationsquelle ist die Ökotest April 2010 mit einem ausführlichen Modultest auf den Seiten 234 bis 243. Der Test weißt einen erheblichen Mangel beim Punkt "Füllfaktor" auf. Der Füllfaktor kann bei ein und demselben Modul zwischen mangelhaft und sehr gut variieren, je nachdem welche Leistungsklasse des jeweiligen Moduls verbaut wird.

 

Asiatische Module

Shanghai

Der Begriff "China-Schrott" fällt regelmäßig bei Gesprächen über asiatische Module. Ich halte es für unklug asiatische, in der Regel chinesische, Module von vorn herein auszuschließen und als minderwertige Qualität zu brandmarken.Schätzungsweise stammt jedes zweite in Deutschland verbaute PV-Modul aus China.

 

Viele chinesische Unternehmen produzieren nach westlichen Standards und nicht umsonst wird die Top10 der weltweiten Modulproduzenten von chinesischen Unternehmen dominiert. Manche Unternehmen sind wie Suntech Power oder Yingli Green Energy sind auch an der New Yorker Börse gelistet und müssen wie Siemens oder Daimler ihre Bilanz nach den Vorgaben der IFRS erstellen.

 

Die Preisvorteile chinesischer Anbieter resultieren hauptsächlich aus

 

- Subventionen

- Staatshilfen (zinsgünstige Kredite)

- geringere Lohnkosten

- niedrige Kosten für Grund und Boden

- günstige Wechselkurs zwischen Euro und Yuan

 

Ein sehr guter Artikel zu diesem Thema stammt vom Verband deutscher Industrie (VDI).

 

Zertifizierungen

In wichtiges Merkmal zur Beurteilung von PV-Modulen sind die Zertifizierungen. Vor allem der TÜV Rheinland hat sich hier einen Namen gemacht.

 

Bei kristallinen Modulen ist darauf zu achten, dass diese nach IEC 61215 zertifiziert sind. Bei Dünnschichtmodulen ist die entsprechende Zertifizierung die IEC 61646.

 

Darüber hinaus bestätigt die IEC 61730 die Sicherheitsqualifikation.

 

Wie genau die Test aufgebaut sind und welche Prüfungen Bestandteil sind, erfahren Sie vom TÜV Rheinland.

 

Schneelast

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Auch wenn wir uns bei der Photovoltaik auf den Sommer konzentrieren, dürfen wir den Winter nicht vergessen. Große Schneemassen können zu Modulbruch führen. In schneereichen Regionen sind Module mit einer Schneelast von 5.400Pa/m² ratsam.

 

Modulleistung / Wirkungsgrad

Die Nennleistung der einzelnen Module ist nicht aussagekräftig für die Gesamtleistung der Anlage auf einer Dachfläche. So kann eine PV-Anlage mit 190W-Modulen eine höhere Leistung ergeben, als eine Anlage mit 225W-Modulen. Entscheident ist die Fläche, welche für ein kWp benötigt wird.